Die akute Gesundheitspflege verschiebt sich immer mehr zur Versorgung von chronisch- oder Langzeiterkrankten. Die Notwendigkeit von Gesundheitsberufen mit fachorientierter Ausbildung und Schulung von hoher Qualität wird immer erforderlicher. Es gibt Bestrebungen, ein paar wenige der nichtärztlichen Heilberufe durch einen Bachelorstudiengang aufzuwerten und zu „akademisieren“. Bisher fand nur die Pflege den Einzug an die Hochschulen und ist mit über fünfzig Studiengängen vertreten.
Gesundheitsberufe im Fitnessbereich
In speziellen Lehrgängen kann man sich zum Fitnesstrainer ausbilden lassen. Die Referenten setzen sich aus Ärzten, Physiotherapeuten, Sportlehrern u. a. zusammen. Man erlangt Fachwissen in Sportmedizin, gesunder Ernährung und wird unter anderem in Bewegungslehre und Trainingslehre unterrichtet. Der Erwerb der C-Lizenz ist der erste Schritt, mit dem man Assistent eines A-Lizenz-Trainers werden kann. Mindestens eine B-Lizenz ist Voraussetzung für eine Festanstellung in einem Fitnessstudio. Mit der A-Lizenz besitzt man qualifiziertes Fachwissen im Fitness- und Gesundheitssport. Die Voraussetzungen für eine Ausbildung sind die Vollendung des 18. Lebensjahres, mittlere Reife und die B-Lizenz.
Personaltrainer und Fitnessinstruktor
Über die A-Lizenz gelangt man weiter zur Personaltrainer Ausbildung bis zum Master-Personal-Trainer. In speziellen Schulen vermitteln Dozenten fundiertes, theoretisches Fachwissen und in themenorientierten Workshops die Praxis. Das Ziel ist, die Menschen zu regelmäßigem Sport und gesunder Ernährung zu motivieren und diese Lebensweise langfristig in ihren Alltag zu übernehmen.
Ein Fitnessinstruktor übt seine Tätigkeit vorwiegend im Fitnessstudio aus. Er schätzt die Leistungsfähigkeit der Kunden ein und kann so deren individuellen Trainingspläne erstellen. Er kümmert sich um die Geräte, zeigt den Trainierenden den Umgang mit ihnen und gibt Hilfe bei Problemen. Auch die administrativen Aufgaben wie Buchführung, Erstellung von Terminplänen etc. muss er beherrschen.
Ausbildung zum Naturheilpraktiker
Heilpraktiker ist in Deutschland eine geschützte Berufsbezeichnung, die es ermöglicht, ohne Approbation eine heilende Tätigkeit in Eigenverantwortung auszuüben. Die Naturheilpraktiker Ausbildung dauert zwei Jahre, Voraussetzung für die Prüfungszulassung sind ein Hauptschulabschluss, die Vollendung des 25. Lebensjahres und ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis. Die Prüfung wird vor einem Amtsarzt des Gesundheitsamtes abgelegt. Es besteht die Pflicht zur Weiterbildung, die heute oftmals schon zertifiziert wird.
Medizinischer Masseur
Die Ausbildung zum Medizinischen Masseur erfolgt an Berufsfachschulen und dauert zwei Jahre. Danach muss ein sechsmonatiges Praktikum absolviert werden, meist an Krankenhäusern oder Reha-Kliniken, aber auch in Wellness-Hotels etc. Erst nach dem Praktikum darf man sich staatlich anerkannte/r Masseur/-in nennen. Die Ausbildung umfasst u. a. verschiedene Massagetechniken, Hydrotherapie und Bewegungstherapie. Die Masseure arbeiten nach ärztlichen Verordnungen, sie dürfen aber auch im Fitness-Bereich tätig sein.
Ernährungsberater
Die Ausbildung erfolgt auf Seminaren, als Abschluss erhält man ein Zertifikat. Ernährungsberater sorgen z.B. für den richtigen Umgang mit Nahrungsmitteln bei Essstörungen. Die Zusammensetzung der Nahrungsmittel wird erklärt und unter Einbeziehung des Verhaltens des Klienten, seiner Essgewohnheiten aber auch seines sozialen Umfelds kann ein individueller Ernährungsplan zusammengestellt werden.
Ausbildung zum Mentaltrainer
Die Mentaltrainer Ausbildung erfolgt in zielorientierten Seminaren. Ein Mentaltrainer soll seinen Klienten emotionale Kompetenz vermitteln, sein Selbstbewusstsein stärken, ihm helfen, seine eigenen Denkstrukturen und -muster zu erkennen. Angewendet werden anerkannte Methoden wie Hypnotherapie, Entspannungstherapie und autogenes Training. Eingesetzt werden sie im Sport, für die Gesundheit und im Entertainment, wo Motivationstraining, Angstbewältigung und vor allem Gedankenarbeit sehr hilfreich sind.
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