Kaminöfen gehören zu den ältesten Heizungen und werden bis heute geschätzt, weil sie für eine unnachahmliche gemütliche Atmosphäre sorgen. Einige Jahrzehnte lang galten die Cheminéeöfen als Liebhaberobjekte für Nostalgiker, heute erleben sie aber ein erstaunliches Comeback. Sowohl aus ökonomischer als auch als ökologischer Sicht haben sich Kaminöfen auch als eine sehr zweckmäßige Heizmethode erwiesen.

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Der Brennstoff Holz liegt im Trend
Holz erfreut sich als Brennstoff wachsender Beliebtheit. Das liegt sicherlich auch daran, dass Holz zu den regenerativen Energieträgern gehört, deren Einsatz zumindest in Neubauten durch die Energieeinsparverordnung gesetzlich vorgeschrieben ist. Immer mehr Bauherren entscheiden sich dafür, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und mit einem Holzofen für angenehme und umweltfreundliche Wärme im Wohnbereich zu sorgen. Dabei kommen in modernen Öfen sowohl gepresste Holzpellets als auch das klassische Scheitholz zum Einsatz. Einigen Kritikern geht selbst der Erfolg dieser klimaneutralen Heizmethode zu weit, sie kritisieren die angebliche zunehmende Primärverwendung von Holz als Brennstoff. Die Sorge, dass zahlreiche Bäume extra für Heizzwecke gefällt werden, wird aber von den Statistiken nicht bestätigt. Im Jahr 2014 kamen zu 89 Prozent Holzabfälle aus dem holzverarbeitenden Gewerbe als Brennholz zum Einsatz. Hinzu kam in erheblichem Umfang die Sekundärverwertung von Möbeln und anderen Holzgegenständen am Ende ihrer Lebensdauer. Es besteht also kein Grund, sich verunsichern zu lassen. Kaminöfen sind und bleiben eine umweltfreundliche Heizung!
Gute Planung ist das A und O!
Ein Kaminofen muss vor der Inbetriebnahme ohnehin vom Schornsteinfeger abgenommen werden. Deswegen empfiehlt es sich, den Schornsteinfeger schon bei der Planung mit einzubeziehen, damit es zu keinen Problemen mit der Abgasverordnung oder dem Brandschutz kommt. Wichtig ist auch zu wissen, dass den teilweise erheblichen Preisunterschieden bei Öfen meist auch tatsächlich große Qualitätsunterschiede gegenüberstehen. Bei billigen Kaminöfen bestehen die Brennkammer und die Tür oft aus nur zwei Millimeter dickem Edelstahl oder Gusseisen. Material in dieser Stärke kann sich nach relativ kurzer Betriebsdauer verziehen. Teurere Öfen weisen oft mehr als die doppelte Wandstärke auf, was sich natürlich auch auf das Gewicht auswirkt. Insbesondere in älteren Häusern sollte daher ein Statiker zur Rate gezogen werden, um die Tragfähigkeit des Bodens zu prüfen.
Kaminöfen sparen bares Geld
Holz ist ein billiger Brennstoff! Im langjährigen Mittel war das Heizen mit Holz ungefähr um ein Drittel billiger als das Heizen mit fossilen Brennstoffen. Die aktuellen Kapriolen des Ölpreises haben die Verhältnisse kurzfristig geändert, aber langfristig wird sich der nachwachsende Rohstoff sicher auch weiterhin als billiger erweisen. Aber auch hier gilt, dass die korrekte Planung entscheidet. Ein überdimensionierter Kaminofen vergeudet Wärme und damit auch Geld, weil er nicht beliebig herunter reguliert werden kann. Deswegen sollte darauf geachtet werden, für welche Raumgröße ein Modell vom Hersteller empfohlen wird.
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