Die Luzern Fasnacht ist seit vielen Jahren das März-Event in Luzern schlechthin.
Sie ist ihrer Geschichte nach Eigenart und Buntheit ein tagelang anhaltendes, kakaphonisches bis ekstatisch ausartendes Fest.
Viele Gründe, warum jährlich immer mehr Besucher aus dem In- und Ausland nach Luzern kommen. Nicht von allen Luzerner Fasnächtler für gut befunden, waren sie auch bei der diesjährigen Luzern Fasnacht 2014 unübersehbar.

Traditionsgemäss beginnt sie am Schmutzigen Donnerstag (abgeleitet von Festt gleich Schmutz des Metzgers) um 5 Uhr morgens mit dem sogenannten Urknall. Luzern verwandelt sich dann zu einer närrisch verrückten, brodelnden Stadt (rüüdig verreckten Tage), bevor dann am Aschermittwoch alles wieder vorbei ist und die Normalität des Alltags auch in Luzern wieder das Sagen hat.

Wie in allen Fasnachts-Hochburgen in Deutschland und in der Schweiz gehören die Fasnachtsumzüge zu den eigentlichen Höhepunkten dieser schönsten Jahreszeit, wie es die Narren und Närrinnen selbst sehen.
In Luzern sind drei Umzüge besonders erwähnenswert und dürfen bei keiner Luzern Fasnacht fehlen:
– Mit dem Fritschiumzug am Schmutzigen Donnerstag begann auch Luzern Fasnacht 2014. In diesem Jahr fand er am 27. Februar bei Regen und ungemütlicher Kühle statt. Das hinderte aber mehr als 25.000 Fasnachtsbegeisterte sowie sogenannte Kulturfasnächtler, begleitet von Guuggenmusigen (musizierenden Fasnächtlern), nicht, Bruder Fritschi wie immer am Schweizerhoquai begeistert zu begrüssen. Skurril verkleidete Gestalten verjagten mit alkohol-seligen Güüggele-Schwung den Winter.
Fritschi ist die Luzerner Fasnachts-Kult-Figur in einer 500-jährigen Tradition. Die Fritschi-Familie wird immer von einem Dienstvolk begleitet. Die Aufgabe dieser Fasnachtsfiguren mit geheimnisvoll klingenden Namen wie Chottlebotzer, Noggeler oder Rasselbandi ist es, dafür zu sorgen, dass die Fritschis unbeschadet den Kappelplatz erreichen, um traditionell Orangen zu verteilen. Das Orangenwerfen erinnert symbolisch an Notzeiten, wo es darum ging, Essbares unter dem Volk zu verteilen. Heute warten die Fasnächtler eher auf den Fötzeliregen. Er ist ein spezielles Fasnachts-Feuerwerk, wo in der Regel Plastiksäcke in die Luft geschossen werden, in denen sich Papierschnipsel befinden (gern aus zerschredderten Telefonbüchern) und die sich dann über die Fasnachtsgesellschaft entleeren.

– Am Güdismontag, dem Dienstag vor Aschermittwoch (in diesem Jahr am 3. März startete er um 13.45 Uhr am Luzernerhof) fand der Luzerner Weyumzug statt, der die Stimmung fast bis zu ihrem Höhepunkt trieb: Luzern verwandelte sich in eine andere Stadt. Er ist wohl der wichtigste Fasnachtstag überhaupt. Fest in den Händen des närrischen Volks. Offizielle Gruppen mit ihren Umzugswagen wie sogenannte wilden Fasnächtler bestimmten an diesem Tag das Strassenbild. Begonnen hatte es mit der Wey-Tagwache, die mehrere Tausend Menschen anlockte. Angeführt von vielen Guggenmusigen bewegte sich der Zug vom Luzernerhof über die Seebrücke bis in die Neustadt.

– Am Güdisdienstag (am 4.März um 19.30 Uhr war der Star in der Bahnhofstrasse) – das meint, dem Güdel zu frönen, also sich noch einmal den Bauch richtig vollzuschlagen, bevor man 40 Tage Fasten durchstehen muss –, ging mit einem abschliessenden Riesenumzug, angeführt von Lozärner Kracher, Fritschi-Musig sowie Nostradamus und der Verabschiedung von Bruder Fritschi die Luzern Fasnacht 2014 zu Ende. Nachdem es am Abend noch einmal hoch her ging, hat die Stadt und der Vierwaldstättersee wieder seine Normalität wieder.

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